Presse: Westfalen-Blatt vom 19.05.
Dienstag, den 19. Mai 2015 um 08:47 Uhr

"DJK-Ausrichterduo hat auch gesiegt", heißt es in der Überschrift im Westfalen-Blatt.
Quelle: Westfalen-Blatt vom 19.05.15

 

Deutsche Pokalmeisterschaft im Tischtennis: Viel Lob für die Gastgeber und strenge Schlägerkontrollen
Von Uwe Caspar

Gütersloh (WB). Wenngleich die Deutschen Tischtennis-Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen bis auf den frühzeitig ausgeschiedenen TTSV Schloß Holte ohne Teams aus dem Kreis Gütersloh stattfinden, gibt es dennoch einen heimischen Sieger. »Eine hervorragend organisierte Veranstaltung«, lobt DTTB-Ressortleiter Frank Staudenecker die beiden ausrichtenden Vereine DJK Gütersloh und DJK Blau-Weiß Avenwedde.

 

Trotz des Hochbetriebs an den 32 Platten in den Sporthallen des Carl-Miele- und Reinhard-Mohn-Berufskollegs wird an den drei Tagen der Zeitplan bis auf eine kleine Verzögerung eingehalten. Mit knapp 600 Aktiven verzeichnen die Titelkämpfe einen neuen Teilnehmerrekord. »Unser Event wird von Jahr zu Jahr beliebter, auch die Zahl der gemeldeten Mannschaften steigt ständig«, freut sich Staudenecker über den positiven Trend. Glänzend angenommen wird ebenso die Playersnight am Samstagabend im Brauhaus mit 400 Gästen. Die letzten verlassen erst am frühen Morgen den Saal. Auch das sportliche Niveau, so Frank Staudenecker, habe sich verbessert – vor allem in der A-Klasse. »Schließlich ist das eine Deutsche Meisterschaft und keine Breitensport-Veranstaltung«, unterstreicht DJK Güterslohs 1. Vorsitzender Christian Randerath den Stellenwert des Turniers.

 
Und zu einer DM gehören natürlich auch Schlägerkontrollen, die im Auftrag des Deutschen Tischtennis-Bundes Peter Geiger (Herne) und Stefan Maresch (Dortmund) vornehmen. Jora Steinbrink, Sohn des Avenwedder Trainers Uwe Steinbrink (fungiert bei der DM zusammen mit Martin Schwarze als sogenannter Hallenmanager), betätigt sich als »Schlägerkurier« der Kontrolleure. Akribisch prüft das Gespann, ob die Spielgeräte den Vorschriften entsprechen. So darf der Belag nicht zu dick sein, auch Kleben mit unerlaubten Bindemitteln ist nicht gestattet. Einige Akteure finden zwar die Tests etwas übertrieben, doch Staudenecker verteidigte diese Maßnahme. »Wir wollen gleiche Bedingungen für alle haben und verhindern, dass sich jemand gewollt oder ungewollt Vorteile verschafft«, erklärt der Günzburger.

Insgesamt 20 Schläger werden im Verlauf des Turniers beanstandet und aus dem Verkehr gezogen. »Gemessen an der großen Zahl der Teilnehmer ist das relativ wenig. Früher hatten wir mehr Probleme mit manipulierten Schlägern«, sagt Oberschiedsrichter Ralf Bonen. Der Rietberger ist auch Vizepräsident des Westdeutschen Tischtennisverbandes. Einziger Kritikpunkt der sonst mit der Organisation hoch zufriedenen Spieler: Der zu weiche Boden in der Halle des Carl-Miele-Kollegs. »Doch der ist nicht nur für Tischtennis, sondern für alle Sportarten tödlich. Selbst ich als Passiver hatte nach vier Stunden einen tüchtigen Muskelkater«, berichtet Bonen schmunzelnd.

Muskelkater gekriegt haben wohl auch die Mitarbeiter der Spedition, die die vom Ausrüster Donic zur Verfügung gestellten Tischtennistische auf- und wieder abbauen müssen. Der Transport indes trifft 36 Stunden zu früh ein. »Da hatten wir ein Problem, denn wohin nur mit den Platten? Zum Glück kam uns der Hausmeister entgegen – die Tische durften in der Halle an der Wiesenstraße zwischengelagert werden«, zeigt sich Christian Randerath froh über die schnelle Lösung.


Hochbetrieb herrscht in den beiden Sporthallen, wo am Wochenende die Deutschen Pokalmeisterschaften der Verbandsklassen im Tischtennis ausgetragen worden sind. Die ausrichtenden Gastgeber DJK Avenwedde und DJK Gütersloh heimsen eine Menge Lob ein.